Nur ein Kartoffelchip geht nicht – für die meis­ten muss es direkt die hal­be Tüte sein. Jetzt erklä­ren Forscher, war­um uns Kartoffelchips süch­tig machen.

In einem Versuch mit Ratten ent­deck­ten Forscher eine Naschformel, ein bestimm­tes Verhältnis von Fett und Kohlenhydraten, das Lebensmittel für uns beson­ders attrak­tiv macht. Eine Folgestudie mit Menschen zeigt nun: Je höher der Body-Mass-Index (BMI) eines Menschen, des­to stär­ker wird beim Essen sein Belohnungszentrum im Gehirn akti­viert. Wer also bereits mit Gewichtsproblemen zu kämp­fen hat, dem fällt der Verzicht auf Chips beson­ders schwer.

Für die Studie aßen die knapp 20 Probanden erst Kartoffelchips, drei Tage spä­ter kamen statt­des­sen Zucchini auf den Teller. Vor und nach dem Essen wur­de das Gehirn der Testpersonen im Kernspin durch­leuch­tet. Das Ergebnis: Genau wie bei den Ratten reagier­te das Gehirn beson­ders stark auf den Genuss von Chips. Insbesondere die Struktur des Belohnungszentrums ver­än­der­te sich.

Fest steht also, dass das Belohnungszentrum eines Menschen mit einem höhe­ren BMI beson­ders stark reagiert. Ihnen fällt es daher beson­ders schwer, die Finger von der Chipstüte zu las­sen. Jedoch kann sich die­ses Phänomen ändern – bei­spiels­wei­se bei einer Gewichtsabnahme.


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